Verkostungsnotiz:
Dezente, rauchig-ölige Nase mit mineralischer Würze, embryonal, kühle Anmutung, etwas kandierte Ananas, Melonen, weiße Blüten, ruhig, Grapefruitnoten; ungemein saftige Frucht am Gaumen, feiner Schmelz, kernig mit viel Biss, sehr gute Struktur, knackig, rassig, konturiert, extraktreich, gute Länge.
DIE LAGE
Nach Süden und Südwesten ausgerichtete terrassierte Hanglage mit einem besonderen geologischen Aufbau, der sich durch die Geschicke der Erdgeschichte gerade hier erhalten hat. Die bis an die Oberfläche tretenden Festgesteine bestehen aus feldspatreichen, rotbraunen Sandsteinen und groben Konglomeraten, seltener sind Schluffsteine anzutreffen. Die Ablagerung der etwa 250 bis 280 Millionen Jahre alten Sedimente erfolgte in Seen, Tümpeln und periodisch aktiven Flussläufen unter Wüstenklima. In dem Gesteinspaket lassen sich Reste versteinerter Pflanzen und Gerölle vulkanischer Quarzporphyre finden. Nur stellenweise und in den wenigen leichten Talkerben ist etwas Löss erhalten.
Jahrgang
Auf einen milden Winter folgte ein trockener März und danach ein äußerst wechselhafter April. Einige extreme Frostnächte sorgten beim Grünen Velt- liner für sehr schmerzhafte Ausfälle. Die Sommermonate waren geprägt von schwülem Klima, einigen Hitzeperioden und viel Niederschlag. In unseren Weingärten gab es viel zu tun. Der September dagegen war dann wunderbar sonnig und warm, bei kühleren Nächten gegen Monatsende, was dazu beitrug, dass sich die Aromen in den Trauben sehr gut entwickeln konnten. Die 2016er Weine zeigen viel Fülle und Frucht, verführen mit einem vielschichtigen Aromenspiel, unterstützt durch ein gutes Säurerückgrat.